
Träumst du von hellen Räumen und einem großen Wohnbereich? Ein Wanddurchbruch macht genau das möglich. Oft trennen alte Grundrisse das Haus in viele kleine Zimmer. Wenn du diese Barrieren entfernst, bekommt dein Zuhause ein völlig neues Raumgefühl. Doch einfach den Hammer zu schwingen ist keine gute Idee. Wir zeigen dir hier kompakt, worauf du bei deinem Projekt achten musst.
Früher bauten die Menschen kleine Räume, da ein Ofen nur geschlossene Zimmer gut wärmen konnte. Heute haben wir moderne Heizungen und lieben große Flächen. Eine offene Küche, die in das Wohnzimmer übergeht, steht für echten Wohnkomfort. Ein solcher Wanddurchbruch ändert das Gefühl im Raum komplett und bringt viel Licht ins Haus.
Bevor du planst, musst du die Art der Wand kennen. Eine tragende Wand hält das Gewicht der Decke. Willst du eine tragende Wand entfernen, verliert das Haus seinen Halt. Eine nicht tragende Wand teilt nur den Raum auf. Möchtest du eine nicht tragende Wand entfernen, ist das meist unkomplizierter. Den Unterschied zu kennen, ist für die Sicherheit deines Hauses extrem wichtig.
Wie erkennst du die Art der Wand? Ein erster Hinweis ist der Klang. Klopfst du an die Wand und es klingt dumpf, ist sie oft tragend. Ein hohler Klang spricht für leichten Bau mit Gips. Auch Wände ab einer gewissen Stärke sind meistens tragend.
Verlasse dich nie nur auf dein Gefühl. Ein Statiker ist für dieses Projekt absolute Pflicht. Er rechnet ganz genau aus, welche Lasten auf der Wand ruhen, und bestimmt, wie der neue Stahlträger für den Wanddurchbruch dimensioniert sein muss. So schützt du dich vor schweren Schäden.
Du darfst nicht einfach jede Wand einreißen. Ob du für das Entfernen einer nicht tragenden Wand eine Genehmigung brauchst, hängt vom jeweiligen Bundesland ab, da jedes eigene Regeln für das Bauen hat. Wohnst du in einem Haus mit vielen Parteien, gehört die tragende Wand allen Eigentümern zusammen. Du brauchst dann zwingend die Zustimmung der ganzen Gruppe (meist WEG oder Hausverwaltung).
In Häusern vor dem Baujahr 1995 lauern oft versteckte Gefahren. Asbest oder alte Mineralwolle stecken häufig in Putz oder Spachtel. Lass alte Wände vor dem Abbruch immer von einem Fachbetrieb auf Schadstoffe prüfen, damit keine giftigen Stoffe in die Luft gelangen.
Wenn die Wand fehlt, fängt ein Stahlträger das Gewicht ab. Es gibt verschiedene Arten von Trägern, die sich in Form und Gewicht unterscheiden. Ein großer Träger wiegt schnell ein paar hundert Kilo und wird meist mit schwerem Gerät an seinen Platz gehoben.
Der Stahlträger muss fest mit der Decke verbunden sein. Normale Mischungen aus Zement schrumpfen beim Trocknen. Fachleute arbeiten daher mit speziellem Quellmörtel. Dieser dehnt sich beim Trocknen leicht aus, drückt den Träger fest an die Decke und verhindert Risse.
Eine dicke Wand schluckt viel Lärm. Fehlt sie, breitet sich der Schall im ganzen Haus aus. Auch der Stahlträger selbst kann Schall übertragen. Überlege dir vorher gut, wie viel Ruhe du in den neuen Räumen brauchst, und plane den Schallschutz ein.
Stahl ist stark, verliert im Feuer aber schnell seine Kraft. Ab einer bestimmten Hitze biegt er sich durch. Aus diesem Grund musst du den Träger gut vor Feuer schützen. Oft wird er mit speziellen Platten verkleidet oder mit schützender Farbe gestrichen.
Planst du einen Wanddurchbruch in einer Außenwand, musst du aufpassen. Stahl leitet Kälte sehr schnell nach innen. Ohne gute Dämmung kühlt der Träger ab. Dann bildet sich Wasser an der Innenseite und später Schimmel. Eine gute Isolierung ist enorm wichtig.
Ein Abbruch macht extrem viel Dreck. Bevor es losgeht, klebt das Team alle Türen mit dicker Folie ab. Auch der Boden braucht Schutz. Dicke Platten aus Holz auf dem Boden fangen schwere Steine sicher ab und schützen deine Fliesen.
Bevor die Wand fällt, muss die Decke gestützt werden. Das Team stellt dafür Stützen aus Metall auf, die das Gewicht aufnehmen. Diese Stützen müssen auf festem Beton stehen. Holzbalken verteilen den Druck oben und unten sicher.
Beim Stemmen wird die Wand Stück für Stück abgebrochen. Das ist günstig, macht aber viel Staub. Die saubere Lösung ist das Schneiden mit einer Spezialsäge. Das Wasser bindet den Staub und die Kanten werden perfekt gerade.
Die Kosten für einen Wanddurchbruch hängen von vielen Faktoren ab. Du zahlst für den Statiker, das Material, den Abbruch und die Entsorgung. Besonders ein Wanddurchbruch bei einer tragenden Wand ist aufwändig. Da hier zusätzliche Abstützungen und Träger nötig sind, fallen die Kosten für den Durchbruch einer tragenden Wand höher aus. Insgesamt können die Kosten, eine tragende Wand zu entfernen, schnell ein paar tausend Euro betragen. Die genaue Summe richtet sich nach der Statik und der Größe des Projekts.
Offene Räume sind sehr beliebt. Wenn du dein Haus später verkaufen möchtest, bringt ein moderner Grundriss viel Geld. Dunkle und kleine Flure schrecken Käufer ab. Ein klug geplanter Durchbruch macht das Haus bereit für die Zukunft und zahlt sich finanziell aus.
Das hängt von deinem Bundesland ab. Bist du Eigentümer oder Mieter? Nichttragende Wände, vor allem Trockenbauwände, können meist bedenkenlos entfernt werden. Wenn du Eigentümer/in bist, ist eine Abklärung mit der WEG/Hausverwaltung größtenteils nur dann notwendig, wenn die Wand tragend ist. Eine statische Berechnung vom Statiker legen wir aber jedem ans Herz. Wir als Maurermeisterbetrieb beginnen den Abbruch einer gemauerten Wand auch erst dann, wenn ein statisches Gutachten vorliegt.
Auch wenn es aus statischer Perspektive meistens kein Problem darstellt, raten wir davon klar ab. Meistens hat die Wand noch elektrische und/oder Wasserleitungen, welche von einem Fachmann umgebaut werden müssen. Hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Wer beim Abbau nicht alle Sicherheitsvorkehrungen trifft, kann sich sehr schnell lebensgefährlich verletzen. Eine weitere Herausforderung ist der meist fehlende Estrich unter gemauerten abgebauten Wänden. Denn eine gemauerte Wand steht auf dem Rohboden (Zwischendecke). Der Bodenaufbau muss sauber geplant und ausgeführt werden, damit eine Schallentkoppelung stattfinden kann.
Mache das niemals selbst. Wenn du einen Fehler machst, kann das Haus Risse bekommen oder einstürzen. Du verlierst in so einem Fall auch den Schutz deiner Versicherung. Bei tragenden Wänden muss das Gebäude temporär mit speziellen Stützen gehalten werden, damit das Obergeschoss während des Umbaus und Einbaus des z. B. errechneten Stahlträgers sauber abgestützt wird. Außerdem treten selbstverständlich dieselben Herausforderungen wie bei einer nichttragenden Wand auf: elektrische und/oder Wasserleitungen in der Wand und fehlender Estrich.
Dies ist abhängig davon, ob die Wand tragend/nichttragend ist und wie stark (dick) die Wand ist. Bei einer tragenden Wand benötigen wir meist einen Stahlträger. Bei nichttragenden Wänden benötigen wir oft nur einen Ziegel- oder Betonsturz, wenn z. B. nur ein Ausschnitt für eine Tür gebaut werden soll. Soll die nichttragende Wand komplett abgebaut werden, so können wir auch deckenhoch abbauen (also ohne sichtbare Kante an der Decke). Bei tragenden Wänden wird immer der Stahlträger bzw. seine Verkleidung (z. B. trockenbauverkleidet) zu sehen sein.
Dies ist eine Information, welche du vom Statiker bekommst. In den meisten Fällen rechnen wir mit 15–25 cm pro Seite. Somit ist der Stahlträger gerne 50 cm breiter als der Ausschnitt, welcher durchgebrochen werden soll.
In jedem Fall errechnen wir die Kosten anhand von Wandstärke und Beschaffenheit – so auch bei Beton. Dabei ist Beton aber der teuerste Durchbruch von allen, weil das Material sehr schwer ist, Spezialwerkzeug mit viel Maschinenverschleiß notwendig ist (z. B. Kernbohrung) und der Abtransport dementsprechend aufwendig ist. Es braucht bei Betonwänden meist keinen Stahlträger. Trotzdem ist der Durchbruch einer Betonwand der teuerste von all unseren angebotenen Wanddurchbrüchen.
Ja, das ist problemlos möglich. Möchtest du einen Wanddurchbruch schließen, lässt sich die geöffnete Stelle meist mit Trockenbauwänden oder neuem Mauerwerk wieder fachgerecht versiegeln.
Nein. Das ist nicht notwendig. Wir stellen einen sauberen Staubschutz auf und versuchen die Resträume so gut es geht zu schützen. Es wird laut, es wird trotz der Staubwand staubig und es dauert seine Zeit. Ausziehen musst du aber nicht.
Die reine Arbeit dauert meist nur wenige Tage. Die Planung mit dem Statiker und das Bestellen des Trägers nehmen aber oft ein paar Wochen in Anspruch.
Stoppe sofort alle Arbeiten. Hole eine Firma, die sich mit gefährlichen Stoffen auskennt. Sie baut den Stoff sicher ab und reinigt die Luft im Raum.
Ja, unbedingt. Tragende Wände gehören zum Gemeinschaftseigentum. Du brauchst einen klaren Beschluss der WEG, bevor du mit der Arbeit beginnst.
In den meisten Fällen ja. Ein offener und heller Grundriss steigert den Wert des Hauses stark. Das Haus wirkt sofort jünger und viel größer.
Ein Wanddurchbruch verwandelt kleine Zimmer in helle Räume. Du brauchst für tragende Wände immer einen Statiker. Stahlträger fangen die Last der Decke sicher ab. Achte auf den Brandschutz und prüfe alte Häuser auf Schadstoffe. Mit guter Planung steigerst du den Wert deines Hauses enorm.
Bereit für große Räume und modernes Wohnen? Wir begleiten dich von der ersten Idee bis zur sauberen Umsetzung. Schau dir unsere Inspiration an oder besuche unsere Homepage für mehr Details. Ob Badsanierung, Generalsanierung oder eine enge Bauherrenbegleitung, wir sind für dich da. Schreibe uns einfach über unser Kontaktformular und lass uns dein Projekt starten.

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